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| 30.10.2020

10 Top Tipps für Gleichgewichtshaltungen im Yoga

Wir bringen so viel Energie dafür auf, unser Arbeits- und Privatleben ins Gleichgewicht zu bringen. Dabei vergessen wir, wie wichtig unser körperliches Gleichgewicht ist. Hier kommen Gleichgewichtshaltungen aus dem Yoga ins Spiel. Sie helfen uns dabei, Stabilität in unseren alltäglichen Aktivitäten zu finden – sowohl körperlich als auch mental. Gleichgewichtübungen im Yoga können uns vor Verletzungen schützen, die Konzentration verbessern und uns helfen, Stress abzubauen.

Wusstest du, dass die Aufrechterhaltung unseres (körperlichen) Gleichgewichts ein ziemlich komplexes Zusammenwirken verschiedener Systeme im Körper ist? Der Tastsinn, das Gleichgewichtsorgan im Innenohr und unser Sehsinn müssen zusammenarbeiten, um die entsprechenden Signale an unser Zentralnervensystem zu senden, damit wir unser Gleichgewicht halten können.

Bestimmt bist du schon einmal ausgerutscht oder gestolpert und hattest zu kämpfen, das Gleichgewicht wiederzufinden. Sicherlich weißt du auch, dass das Stehen auf einem Bein ein gewisses Maß an Balance erfordert, damit du nicht wackelst oder fällst. 

Einige Sportarten wie Surfen, Snowboarden und Skaten erfordern ein besonders hohes Maß an Gleichgewicht. Doch auch unsere alltäglichen Aktivitäten wie Laufen, Treppensteigen und Einkäufe tragen fordern unseren Gleichgewichtssinn

Die gute Nachticht ist: Yoga-Gleichgewichtshaltungen können dir helfen! Natürlich hilft eine ausgewogenen Yogapraxis dir allgemein dabei, mehr Kraft und Stabilität zu entwickeln. Doch es gibt einige Yogaposen, die du gezielt üben kannst, um deinen Gleichgewichtssinn zu verbessern.

“Aus einer Pose herauszufallen, ist menschlich; wieder zurück in die Pose zu gehen, macht dich zu einem Yogi.”

– Bikram Choudury.

1. Welche Vorteile haben Gleichgewichtshaltungen im Yoga?

Es gibt zahlreiche Yogaposen, die dir dabei helfen, mehr Stabilität und Gleichgewicht zu entwickeln. Vermutlich denkst du zuerst an stehende Gleichgewichtshaltungen und Armbalancen. Doch es gibt auch Balance-Übungen im Yoga, die auf allen Vieren oder im Sitzen praktiziert werden. Umkehrhaltungen sind übrigens auch Gleichgewichtsübungen. Während jede einzelne Pose ganz spezifische Vorteile mitsichbringt, haben alle Balanceposen im Yoga einige gemeinsame Vorteile.

1. Positive Wirkungen auf den Körper

Gleichgewichtshaltungen im Yoga haben positive Wirkungen auf deine körperliche und deine mentale Gesundheit. In Bezug auf unseren Körper helfen sie uns dabei, uns richtig auszurichten. Außerdem kräftigen und dehnen sie unsere Muskeln und helfen uns, unseren Körperschwerpunkt zu finden. Die regelmäßige Praxis von Balanceposen kann zudem die Funktion der Gleichgewichtssensoren des Körpers verbessern. Diese befinden sich im Innenohr und liefern die Informationen, die der Körper benötigt, um das Gleichgewicht zu halten. 

Es gibt zwei verschiedene Arten von Gleichgewichtsrezeptoren in unserem Körper: dynamische und statische. Die dynamischen Gleichgewichtsrezeptoren liefern Informationen über die Position des Körpers infolge von Bewegungen wie Rotation, Beschleunigung und Abbremsen. Die statischen Gleichgewichtsrezeptoren hingegen erkennen die Position des Körpers im Verhältnis zur Schwerkraft. Das heißt, sie nehmen war, ob wir beispielsweise stehen oder liegen. 

2. Positive Wirkungen auf unser mentales Wohlbefinden

Doch einen guten Gleichgewichtssinn zu haben bedeutet viel mehr, als auf zwei Beinen stehen zu können. Zusätzlich zur Stabilität unseres Körpers tragen Gleichgewichtsübungen im Yoga dazu bei, mentale und emotionale Stabilität zu entwickeln. 

In einer Balance-Übung still und ausgeglichen zu stehen, verbessert die Konzentration und baut Stress ab. Schließlich musst du konzentriert und aufmerksam sein, um nicht so sehr zu wackeln, dass du umfällst. Du musst lernen, äußere Einflüsse auszublenden, um für längere Zeit still und stabil stehen zu können. 

Yoga-Gleichgewichtsübungen sind deshalb eine tolle Möglichkeit, mental und emotionall stark zu bleiben, insbesondere in schwierigen Zeiten. Deshalb können dir Balanceposen auch außerderhalb der Yogamatte dienlich sein. Sie helfen dir dabei, das Leben mit Geduld, Ruhe und Achtsamkeit zu meistern.

Gleichgewichtshaltungen aus dem Yoga helfen dir körperlich und mental. Foto von Light Spotters.

2. 10 Tipps für mehr Gleichgewicht in Yogaposen

Mehrere Atemzüge still und ruhig in einer Gleichgewichtshaltung zu stehen, kann eine echte Herausforderung sein. Die gute Nachricht ist, dass du mit Geduld und regelmäßiger Übung deinen Geichgewichtssinn schnell verbessern kannst. Dadurch erlangst du ein Gefühl der Bestätigung, wodurch diese Yogaposen dir besonders viel Zufriedenheit liefern. Das ist besonders für Anfänger wichtig. 

Hier sind 10 Tipps, die dir dabei helfen, dein Gleichgewicht im Yoga zu verbessern.

1. Beginne mit der Basis

Auch wenn das für nahezu jede Asana gilt, ist es für Gleichgewichtshaltungen besonders wichtig. Beginne mit der Ausrichtung immer von unten nach oben. Bringe zuerst die Füße in die richtige Position, dann die Beine, den Oberkörper und die Arme. 

Stelle außerdem sicher, dass du fest mit dem Boden verankert bist. Verankere die Füße, die Hände, die Unterarme, oder was immer die Basis deiner Pose bildet, fest mit dem Boden. 

Erst im letzten Schritt streckst du die Kopfkrone nach oben.

2. Fixiere Deinen Blick

Wenn du versuchst, das Gleichgewicht zu halten, ist es hilfreich, den Blick auf einen Punkt vor dir zu fixieren, der sich nicht bewegt. Im Yoga wird dieser Punkt als Drishti bezeichnet. Er hilft dir dabei, eine fokussierte Intention zu setzen.

3. Lass’ Dir Zeit 

Bewege dich langsam und achtsam in deine Yoga-Gleichgewichtshaltung. Abrupte und plötzliche Bewegungen stören dein Gleichgewichtssinn und bringen dich ins Wanken oder sogar zu Fall. Es ist viel leichter, mit Geduld und Achtsamkeit in eine Balancehaltung zu kommen. Gehst du zu hastig in die Pose, riskierst du, das Gleichgewicht zu verlieren. Außerdem ist es viel schwieriger, deine Balance wiederzufinden, wenn du sie einmal verloren hast.

4. Suche Dir Hilfe

Es ist nichts dabei, sich externe Hilfe zu suchen. Du kannst beispielsweise in der Nähe einer Wand praktizieren oder mit einem Stuhl. So kannst du deine Hände gegen die Wand oder auf den Stuhl setzen. Du kannst sogar den Rücken gegen die Wand lehnen, wenn du Gleichgewichtshaltungen übst.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, einen Mitschüler zu fragen, ob er dir seine Hand reicht, um dich zu unterstützen und dir Stabilität zu geben. 

5. Konzentriere Dich auf Deinen Atem

Ein ruhiger und gleichmäßiger Atem kann dir dabei helfen, stabil und still zu stehen. Je besser du dich auf deinen Atem konzentrieren kannst, desto leichter wird es dir fallen, das Gleichgewicht in Balanaceposen im Yoga zu halten.

6. Hab’ keine Angst

Auch wenn Angst ein nützliches und wichtiges Warnsignal für uns ist, um uns vor möglichen Gefahren zu schützen, ist sie doch oft eines unserer größten Hindernisse

Habe keine Angst vor dem Fallen. Nimm stattdessen eine spielerische Haltung ein und nimm dich selbst nicht zu ernst. Genieße den Prozess des Lernens. Anstatt jedes Mal frustriert zu sein, wenn du aus einer Gleichgewichtshaltung während deiner Yogapraxis fällst, lache und versuche es einfach noch einmal.

7. Achte auf Deine Mittelachse

Bei Balance-Yogaposen ist es besonders wichtig, deine Aufmerksamkeit auf deine Mittelachse zu lenken. Damit ist die senkrechte Linie gemeint, die vom Kopf über den Hals und den Oberkörper durch die Mitte deines Körpers verläuft. 

Achte zudem besonders auf die Position und die Bewegungen des Kopfes. Denn deine Gleichgewichtsrezeptoren befinden sich im Innenohr.

8. Stelle die Füße hüftbreit auf

Wenn es dir schwerfällt, das Gleichgewicht zu halten, wenn deine Füße zusammenstehen, stelle die Füße hüftbreit auseinander oder sogar noch weiter (das ist sowieso viel gesünder für deinen Körper!). Du kannst schrittweise die Füße enger stellen, wenn sich dein Gleichgewicht in diesen Yogaposen verbessert.

9. Hab’ Geduld

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Mach dir keine Sorgen, wenn dir Gleichgewichtshaltungen im Yoga nicht beim ersten Versuch gelingen. Denke daran, dass jeder einmal klein anfängt. Schließlich erreichst du nichts ohne regelmäßige Übung – wie so oft im Yoga und im Leben. 

Wenn du also an einem Tag bei einer Balance-Übung umfällst, versuche es am nächsten Tag einfach noch einmal. Und am übernächsten. Und eines Tages wird ein Wunder geschehen! 

10. Entspann’ Dich

Denk’ dran: Es ist nur Yoga. Du musst niemandem etwas beweisen. Es ist deine Praxis und deine Reise. Wackeln und Fallen gehört im Yoga dazu und ist nicht das Ende der Welt. Wirklich nicht.

Also, bleib entspannt, genieße deine Yogapraxis und deinen Weg zur Bewältigung von Gleichgewichtsübungen.

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3. Fünf Yoga-Gleichgewichtshaltungen für Anfänger

Denk’ daran: Jeder fängt mal klein an. Bist du also Yoga-Neuling und möchtest deinen Gleichgewichtssinn verbessern, dann sind diese fünf Gleichgewichtshaltungen für Anfänger der perfekte Startpunkt für dich.  

1. Berghaltung (Tadasana)

Ja, Tadasana ist eine Balancepose. Es sieht vielleicht nur so aus, als würde man rumstehen, doch diese Yogapose erfordert deine Achtsamkeit für jedes einzelne Körperteil. Nur so kannst du das Gleichgewicht halten. 

Wenn du die Berghaltung praktizierst, beginne immer mit der Ausrichtung der Füße. Stelle sie hüftbreit auf und drücke die vier Eckpunkte der Füße in den Boden. Entspanne die Zehen und hebe die Fußgewölbe an. Ziehe anschließend die Füße und die Unterschenkel zueinander. Schiebe die Sitzbeinhöcker nach hinten und auseinander.

Achte außerdem darauf, dass du deine Bauchmuskulatur aktivierst. Strecke dich von den Füßen bis in die Kopfkrone. Die Arme kannst du entspannt zu den Seiten hängen lassen. Halte auch die Schultern entspannt.

Auch wenn diese Gleichgewichtshaltung aus dem Yoga nicht nach viel aussieht, benötigst du dafür alle Muskeln deines Körpers, wenn du sie richtig ausführen willst. So kann diese Yogapose nicht nur deine Körperhaltung und Körperwahrnehmung verbessern. Sie kräftigt auch die Oberschenkel, Knie und Sprunggelenke. Somit ist Tadasana die perfekte Asana, um deine Balance mithilfe von Yoga zu schulen.

Lerne, wie du Tadasana richtig ausführst mit Desirée Rumbaugh und Andrew Rivin auf TINT.

2. Stuhlhaltung (Utkatasana)

Fünf Silben, die jeden Yogi stöhnen lassen und jeden Yogalehrer zu einem Drill Instructor machen: ut-ka-ta-sa-nader Stuhl. Doch das Brennen in deinen Oberschenkeln ist vielleicht nicht das Einzige, womit du in dieser Yogapose zu kämpfen hast. Das Gleichgewicht in dieser Asana zu halten, kann ebenfalls eine Herausforderung sein.

Beginne in der Berghaltung mit den Füßen hüftbreit auseinander. Beuge die Knie und senke die Hüften, so als würdest du dich hinsetzen.

Hebe den Brustkorb und strecke die Arme über den Kopf. Die Handflächen zeigen zueinander. Rotiere die Oberarme nach außen, um ein Schulter-Impingement zu vermeiden.

Aktiviere die Muskulatur deiner Beine, indem du die Oberschenkel nach innen rotierst. Verlagere das Körpergewicht leicht nach hinten und kippe das Becken nach vorn. So erzeugst du eine sanfte Wölbung in der Lendenwirbelsäule. Vergiss nicht, zu lächeln. Das macht die Pose viel einfacher!

Diese Asana ist aber nicht nur Qual. Sie hat auch viele positive Wirkungen. So kräftigt sie die Beine einschließlich der Gesäßmuskulatur und der Waden und Sprunggelenke. Die Stuhlhaltung hilft dir außerdem, Ausdauer und Kraft im gesamten Körper aufzubauen. So wird sie zu einem perfekten Workout für Körper und Geist.

Lerne die richtige Ausrichtung in der Stuhlhaltung mit Young Ho Kim auf TINT.

3. Hoher Ausfallschritt (Alanasana)

Sobald deine Füße nichtmehr nebeneinander stehen, wird dein Gleichgewicht gefordert. Das macht den hohen Ausfallschritt zu einer Gleichgewichtsübung im Yoga. 

Beginne in der Berghaltung und tritt mit einem Bein nach hinten. Den vorderen Fuß lässt du fest im Boden verankert. Das Knie sollte sich direkt über dem Sprunggelenk befinden. Versuche, das vordere Bein möglichst im 90-Grad-Winkel zu beugen. 

Das hintere Bein ist gestreckt. Verlagere das Körpergewicht nach hinten. Schiebe die hintere Ferse nach hinten und unten in Richtung Boden. Ziehe die Oberschenkelinnenseiten zueinander und kippe das Becken.

Halte die Wirbelsäule gestreckt. Strecke die Arme nach oben aus und hebe den Brustkorb an. Die Handflächen zeigen zueinander und können aneinanderliegen oder auseinander gehalten werden.

Diese Yogapose hilft dir dabei, Stabilität in der Vorder- und Rückseite des Oberkörpers zu gewinnen. Sie schafft Raum im Brustkorb und Schulterbreich und streckt die Arme, den Nacken sowie die Bauch- und Rückenmuskulatur. Außerdem kannst du im hohen Ausfallschritt die Oberschenkel, Waden und Sprunggelenke kräftigen.

Der hohe Ausfallschritt erfordert Balance, da die Füße auseinanderstehen. Foto: TINT Instructor Matt Giordano.

4. Baum (Vrksasana)

Der Baum ist sicherlich eine der ersten einbeinigen Gleichgewichtshaltungen, die man im Yoga lernt. Da du nicht stillstehen kannst, wenn deine Gedanken kreisen, zeigt sich dein innerer Zustand in dieser Pose durch Unsicherheit und mangelnden Fokus.

Beginne in der Berghaltung (bemerkst du bereits ein Muster für Gleichgewichtshaltungen?). Verlagere dein Körpergewicht in ein Bein und halte die Fußinnenseite fest auf dem Boden. Das ist also dein Standbein. Wenn du dich unsicher fühlst, kannst du diese Pose auch an einer Wand üben.

Hebe das andere Bein und beuge das Knie. Greife dann mit deiner Hand nach deinem Sprunggelenk. Setze die Fußsohle an die Innenseite des Oberschenkels des Standbeins. Die Zehen zeigen dabei nach unten. Wenn du das Bein nicht so weit nach oben bringen kannst, setze es weiter unten ab. Achte aber darauf, dass du es nicht direkt auf die Innenseite des Knies setzt. Bringe es stattdessen lieber etwas unterhalb des Knies. Schiebe den Fuß gegen das Standbein und vice versa.

Strecke dich von den Rippenbögen nach unten und durch die Kopfkrone nach oben. Fixiere deinen Blick auf einen Punkt am Boden vor dir. Das ist dein Drishti. Sobald du dich sicher fühlst, kannst du die Arme nach oben ausstrecken.

Der Baum ist eine großartige Asana, um das gesamte Bein zu kräftigen – von den Oberschenkeln über die Waden zu den Sprunggelenken und Füßen. Außerdem hilf sie dir dabei, Kraft und Länge im Rumpf und in der Wirbelsäule zu erzeugen. So hilft dir diese Yogapose dabei, deine Balance und Körperhaltung zu verbessern.

Lerne, wie du deine Balance in der Yogapose Baum verbesserst mit Desirée Rumbaugh und Andrew Rivin auf TINT.

5. Krieger 3 (Virabhadrasana 3)

Tatsächlich sind alle Kriegerhaltungen, also auch Krieger 1 und Krieger 2, Yogaposen, die ein Gewisses Maß an Balance erfordern. Doch in Krieger 3 hast du ein Bein angehoben, wodurch diese Pose eine größere Herausforderung für deinen Gleichgewichtssinn in deiner Yogapraxis darstellt.

Beginne in einer stehenden Position wie z. B. der Berghaltung (ich hab’s ja gesagt!). Halte ein Bein fest verankert und senkrecht auf dem Boden. Hebe das andere Bein und strecke es parallel zum Boden nach hinten. Schiebe den Oberschenkel des Standbeins in Richtung Ferse und drücke den Fuß fest in den Boden. Strecke die Arme und das angehobene Bein voneinander weg.

Halte die Hüften gerade und schiebe das Steißbein nach hinten. Die Arme, der Oberkörper und das angehobene Bein sollten in etwa eine parellele Linie zum Boden bilden.

Krieger 3 ist eine tolle Gleichgewichtshaltung im Yoga, die die Beine und Sprunggelenke kräftigt. Ebenso trainiert sie die Schultern und die Bauch- und Rückenmuskulatur. Außerdem verbessert sie dein Gleichgewicht und deine Körperhaltung.

Alle Kriegerhaltungen verbessern dein Gleichgewicht. Doch Krieger 3 ist sicherlich die schwierigste davon. Foto: TINT Instructor Matt Giordano.

Jetzt ist es an der Zeit, dass du deine Yogamatte ausrollst und beginnst, ein paar Balance-Übungen für Anfänger zu üben. Matt Giordanos Klasse Focus hält dabei, was sie verspricht: Finde Fokus und Stabilität in einer Reihe von Gleichgewichtsposen, die für Anfänger geeignet sind. 

Du kannst dich auch von Hie Kim durch die Anatomy of Balance führen lassen. Diese Klasse ist auch für Anfänger geeignet.

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Versuche es mal mit diesen Gleichgewichtsübungen für Anfänger auf TINT.

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4. Fünf Yoga-Gleichgewichtshaltungen für Fortgeschrittene

Bist du bereit, einen Schritt weiter in deine Balanceposen zu gehen? Dann lass uns ein paar Gleichgewichtsübungen für fortgeschrittene Yogis anschauen. Vergiss dabei aber nicht, dir deine spielerische Einstellung zu bewahren und dein Ego vor der Yogamatte abzulegen.

1. Halbmond (Ardha Chandrasana)

Auch wenn die Posen etwas fortgeschrittener werden, ist der Ausgangspunkt der gleiche: Tadasana. Strecke von hier aus ein Bein nach hinten, sodass es parallel zum Boden ausgerichtet ist. Flexe den Fuß. Die Hand auf der Standbeinseite bringst du vor dir und etwas seitlich auf den Boden. Strecke den anderen Arm nach oben, sodass die Fingerspitzen beider Hände in entgegengesetzte Richtungen ziehen.

Das Körpergewicht sollte hauptsächlich auf dem Standbein lasten, sodass die Hand nur sehr wenig bis gar kein Gewicht tragen muss. Nutze die Hand nur, um dein Gleichgewicht zu halten. 

Lasse den Oberkörper nicht nach unten sinken, sondern drehe ihn nach oben in Richtung Decke. Je nachdem, wie sich dein Nacken anfühlt, kannst du entweder nach unten oder nach oben schauen.

Abgesehen davon, dass du in dieser Haltung dein Gleichgewicht schulst, kräftigst du auch deine Rumpfmuskulatur, die Sprunggelenke, die Oberschenkel, das Gesäß und die Wirbelsäule. Außerdem ist diese Pose eine tolle Dehnung für die Beine, die Schultern, den Brustkorb und die Wirbelsäule.

Gehe einen Schritt weiter in deinen Gleichgewichtshaltungen und übe den Halbmond. Foto: TINT Instructor Matt Giordano.

2. Tänzer (Natarajasana)

Wenn du den Halbmond gemeistert hast, ist der Tänzer nichtmehr weit. Diese Balancehaltung für Fortgeschrittene soll dich daran erinnern, dir deine spielerische Haltung zu bewahren, wenn du auf einem Bein stehst. 

Beginne in Tadasana und verlagere das Körpergewicht in einen Fuß. Beuge das Knie des anderen Beins und bringe die Ferse in Richtung Gesäß. Greife mit der Hand der gleichen Seite nach hinten und umfasse die Außenseite des Fußes oder das Sprunggelenk. Schiebe den Fuß gegen die Hand und vice versa. So hebt sich das gebeugte Bein weiter vom Boden. 

Erst wenn du das Bein nicht weiter heben kannst, beginnst du damit, den Oberkörper nach vorn zu lehnen. Strecke den Arm der Standbeinseite nach vorn aus. Dein Blick folgt deinen Fingerspitzen. 

Vermeide Kompression im unteren Rücken, indem du das Schambein atkiv in Richtung Bauchnabel ziehst. Gleichzeitig schiebst du das Steißbein in Richtung Boden.

In dieser Pose das Gleichgewicht zu halten, stärkt die Beine und Sprunggelenke. Gleichzeitig dehnst du so die Schultern und den Brustkorb sowie die Oberschenkel, die Leisten und den Rumpf.

Balanciere im Tänzer und anderen Gleichgewichtsposen in Kristin McGees Dancer’s Flow auf TINT.

3. Adler (Garudasana)

Wie wäre es mit ein paar Verknotungen zusätzlich zu den Gleichgewichtshaltungen? Der Adler fordert nicht nur deinen Gleichgewichtssinn und deine Koordination. Diese Pose liefert dir außerdem noch eine intensive Dehnung für die Oberschenkel und Hüften sowie für die Schultern und den oberen Rücken.

Beginne im Stehen und überkreuze deine Oberschenkel. Wenn möglich kannst du sogar die Zehen bzw. das Sprunggelenk um die Wade des Standbeins wickeln. Balanciere dein Körpergewicht auf deinem Standbein. 

Überkreuze nun noch deine Arme vor deinem Oberkörper. Das heißt also, dass ein Arm über den anderen gekreuzt wird. Den oberen Arm verhakst du in der Ellenbeuge des unteren Arms. Wenn möglich kannst du auch die Hände ineinander verhaken. Schiebe die Ellenbogen nach oben und nach vorn. Senke die Hüften tiefer ab.

Auch wenn diese Pose eine Menge Konzentration erfordert, versuche deinen Blick entspannt nach vorn auszurichten.

Balanciere und dehne dich in der Yogapose Adler. Foto: TINT Instructor Ami Norton.

4. Hand-zum-Großzeh-Haltung (Hasta Padangustasana)

Diese Pose gilt nicht unbedingt als fortgeschritten, weil sie so viel Balance erfordert, sondern vielmehr, weil du sehr flexibel sein musst, insbesondere im Bereich der Oberschenkelrückseiten.

Sicherlich hast du bereits vermutet, dass du in der Berghaltung beginnst. Verlagere das Körpergewicht in einen Fuß und verankere dich fest im Boden. Beuge das Knie des anderen Beins und ziehe es zur Brust. Nutze dazu den Arm der gleichen Seite. 

Verhake Zeige- und Mittelfinger um den großen Zeh und strecke das Bein nach vorn aus. Halte deine Hüfte und deine Schultern gerade, indem du die freie Hand an die Hüfte setzt. Es ist völlig in Ordnung, wenn du das Bein nicht komplett ausstrecken kannst. Du kannst es leicht gebeugt lassen oder einen Gurt um den Fuß nutzen. Fokussiere deinen Blick auf einen Punkt vor dir und atme gleichmäßig weiter. Das hilft dir dabei, in dieser Yogapose das Gleichgewicht zu halten.

Fordere dich selbst ein wenig mit Hasta Padangustasana in Alex Hardfields Klasse Bind & Balance auf TINT.

5. Paradiesvogel (Svarga Dvijasana)

Diese Yogapose eignet sich hervorragend, spielerisch Balanceposen zu üben. Beuge dich in Tadasana nach vorn und bringe eine Hand zwischen deine Beine und schiebe sie so weit nach hinten wie möglich. Wickele sie um das Bein der gleichen Seite und lege die Rückseite der Hand auf deinen unteren Rücken. 

Greife mit der anderen Hand nach hinten und versuche, deine Finger oder Hände hinter deinem Rücken ineinander zu verschränken. Wenn das nicht möglich ist, kannst du auch einen Gurt zur Hilfe nehmen. 

Hebe nun den Blick, so als wärst du in der Kobrapose. Bringe die Füße etwas enger zusammen und hebe die Ferse des umwickelten Beins an. Öffne den Brustkorb und behalte dieses Gefühl der Öffnung wie in der Kobra bei. Beginne, langsam den Oberkörper anzueben, bis du aufrecht stehst. 

Du kannst hier bleiben oder das Bein nach oben ausstrecken. Hebe die Rippenbögen und den Brustkorb in der finalen Pose. Und vor allem: Vergiss nicht, zu lächeln. 

Das ist sicherlich die schwierigste Gleichgewichtsübung in dieser Reihe. Sie erfordert zudem noch jede Menge Flexibilität in der Wirbelsäule, den Hüften und Oberschenkelrückseiten. Außerdem dehnt sie die Schultern und kräftigt die Beine.

Versuche dich an einer herausfordernden Yogasequenz mit dem Paradiesvogel als Peak-Pose in Alex Hardfields Klasse Bind & Balance auf TINT.

Wenn du diese Pose in einer ausgewogenen Sequenz üben möchtest, übe mit Alexandra Harfield in ihrer Klasse Bind & Balance auf deiner Yogamatte. Sie hat außerdem einen ganzen Workshop für TINT erstellt, der sich auf Dips, Binds, and Balances konzentriert.

Außerdem findest du in Sianna Shermans Yogasequenz Way of the Warrior eine ganze Reihe herausfordernder Gleichgewichtsposen. Du kannst auch gemeinsam mit Alexey Gaevskij an deiner Strength & Balance arbeiten. Oder wie wäre es mit einer ganzen Yogasequenz, ohne die Hände zu nutzen? Ami Nortons Hands-Free Flow zeigt dir, wie das geht. Diese Yogaklassen werden definitiv dein Gleichgewicht verbessern!

Suche dir deine Lieblingsklasse auf TINT aus, um mit Yoga dein Gleichgewicht zu schulen.

Welche Klasse auch immer du wählst, denke stets daran, dass Gleichgewichtshaltungen im Yoga zunächst immer schwierig sind. Doch mit der Zeit werden sich deine Koordination und Balance verbessern. Mit Geduld, Hingabe und – nicht zu vergessen – regelmäßiger Übung werden sich dein Fokus und dein Fähigkeit, still und stabil zu stehen, schnell verbessern. 

Und das beste and Gleichgewichtsübungen im Yoga ist, dass die Beständigkeit, die du durch die Posen gewinnst, dir auch zu mehr Gleichgewicht in allen Lebensbereichen verhilft – auch außerhalb deiner Yogamatte!

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